Auf der Dorfstrasse in Fulenbach wurden heute Dienstagmorgen zwei Drittklässler auf dem Trottoir von einem Auto erfasst und verletzt. Ein Mädchen musste mit einem Rettungshelikopter mit schweren Verletzungen in ein Spital geflogen werden. Ein Junge wurde leicht verletzt. Gesteuert wurde das Auto von einer 84-jährigen Frau.  

Redaktion soaktuell.ch

Sie ist bekannt und berüchtigt: Die Linkskurve der Dorfstrasse unterhalb der katholischen Kirche in Fulenbach. Nach Recherchen von soaktuell.ch passierten dort innert weniger Monate mehrere ähnliche Unfälle. Ob nachts, am helllichten Tag oder am Morgen früh - zu jeder Tageszeit sind jüngst Autos in Fahrtrichtung Boningen in die Linkskurve gefahren und haben die dortigen Fliehkräfte unterschätzt. Ein Lichtkandelaber wurde erst vor kurzem wieder ersetzt. Der Stromkasten (auf dem Bild gut sichtbar rechts neben der Strasse / Foto zum Vergrössern anklicken) wird seit dem vorletzten Crash nur noch mit einer orangen Spanngurte zusammen gehalten. Und heute Morgen kam, was irgendwann kommen musste: Es befanden sich Kinder auf dem Trottoir auf Höhe des Stromkastens, als eine Rentnerin ohne Bremsspuren zu hinterlassen auf das Trottoir fuhr. 

Heute Dienstag, 23. Juni 2020, gegen 7.30 Uhr, wurde der Unfall der Kantonspolizei Solothurn gemeldet. Gemäss Mitteilung der Polizei war eine Automobilistin auf der Dorfstrasse in Richtung Boningen unterwegs. Aus noch unbekannten Gründen geriet die 84-jährige Lenkerin in einer leichten Linkskurve auf das Trottoir und erfasste dort zwei Kinder im Primarschulalter. Nach Recherchen von soaktuell.ch handelt es sich um zwei Drittklässler.

Ein Mädchen wurde durch die Kollision schwer verletzt. Es musste nach der medizinischen Erstversorgung vor Ort mit einem Helikopter der AAA-Ambulanz in ein Spital geflogen werden. Das zweite Kind, ein Junge, wurde leicht verletzt. Die Autolenkerin blieb unverletzt. Zur Klärung der genauen Umstände wurde eine Untersuchung eingeleitet.

Da sich zur Unfallzeit viele Kinder auf dem Schulweg befanden, mussten einige von ihnen am Unfall vorbei gehen, sahen die Blutspuren und erkannten ihre Gspänli am Boden liegend. Sie kamen durch die erlebten Bilder teilweise geschockt im Schulhaus an. Die Lehrerinnen erfuhren nach Recherchen von soaktuell.ch auf diesem Weg vom schweren Unfall. 

 

Originalfoto der Unfallstelle (Copyright soaktuell.ch). Gut sichtbar der Stromkasten, der noch Beschädigungen von früheren ähnlichen Unfällen aufweist, als Autos in der Kurve geradeaus über das Trottoir in das Kandelaber oder den Stromkasten donnerten. 

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