In der Fragestunde im Nationalrat vom 11. Juni 2018 fragt Nationalrat Maximilian Reimann (SVP, Gipf-Oberfrick) nach der Offenlegung der Windmessungen, Windprognosen und Windgutachten im Zusammenhang mit dem Windpark Burg. 

 

mgt. 

Oberhalb der Gemeinden Kienberg (SO) und Wölflinswil (AG) ist auf dem Gebiet "Burg" ein Windpark geplant. An einer Mitgliederversammlung des windparkkritischen Vereins "Pro Burg" in Wölflinswil war am 24. April 2018 zu vernehmen, dass dem Verein keinerlei Einblick in die vorhandenen Winddaten gewährt werde. Diese wären aber für eine seriöse Überprüfung der von direktinteressierten Kreisen offensichtlich „schöngefärbten“ Wirtschaftlichkeitsprognose unabdingbar, schreibt Nationalrat Maximilian Reimann in einer Mitteilung. 

In der Fragestunde des Nationalrats fragt er deshalb: "Ist der Bundesrat willens, mir Einblick in diese „Geheimdaten“ zu verschaffen? Falls ja, wie ist weiter vorzugehen? Falls nein, wie verhielte sich das mit dem Öffentlichkeitsprinzip?"

Maximilian Reimann war an der Vereinsversammlung "Pro Burg" am 24. April in Wölflinswil anwesend. Er konnte es kaum glauben, dass dem Verein Pro Burg und damit der Bevölkerung der betroffenen Region, keine Einsicht in Daten und Messungen gewährt werden, um die Wirtschaftlichkeit des umstrittenen Windparkprojekts seriös überprüfen zu können. Offensichtlich sind die Betreiber des Projekts versucht, unter dem Deckel der Intransparenz die Ertragsprognosen zu beschönigen und damit die betroffenen Gemeinden mit lukrativen Abgeltungen für sich zu gewinnen, schreibt Reimann. Das sei umso fragwürdiger, als zwei staatlich beherrschte Unternehmen die Mehrheit am Aktienkapital der Windpark Burg AG hielten, nämlich die Stadtwerke Genf (SIG) mit 40 % und die AEW Energie AG mit 25 %.

Der Bundesrat wird die Frage von Maximilian Reimann am 11. Juni beantworten.

 

Archivbild von soaktuell.ch (Symbolbild)

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