Die in der Schweiz im Jahr 2018 neu zugelassenen Personenwagen verbrauchen durchschnittlich 6.08 Liter Benzinäquivalent pro 100 Kilometer. Gegenüber dem Vorjahr (5.87 l/100 km) hat der Verbrauch damit um 3.6% zugenommen. Die durchschnittlichen CO2-Emissionen der Neuwagen lagen mit rund 137.8 g CO2 pro Kilometer ebenfalls höher als im Vorjahr (134.1 g CO2/km). 

BFE / soaktuell.ch

2018 wurden rund 301'000 Personenwagen neu zugelassen. Der Anteil der ganz oder teilweise elektrisch betriebenen Personenwagen an der Neuwagenflotte lag 2018 bei 3.2% (2017: 2.7%). Der Anteil der Dieselfahrzeuge ging auf 30.3% zurück (2017: 36.2%).

Die durchschnittlichen CO2-Emissionen der Neuwagen lagen mit rund 137.8 Gramm CO2 pro Kilometer um 2.8% höher als im Vorjahr (2017: 134.1 g CO2/km). Der durchschnittliche Energieverbrauch über alle Antriebsarten, ausgedrückt in Benzineinheiten (Liter Benzinäquivalent, LBÄ), stieg ebenfalls an auf 6.08 LBÄ pro 100 Kilometer (Anstieg um 3.6%). Die geringere Zunahme der CO2-Emissionen im Vergleich zum Verbrauch lässt sich auf den gestiegenen Anteil von Elektrofahrzeugen (CO2-Wert von 0 g/km) zurückführen.

Dieselautos verteufelt: Jetzt steigen die CO2-Werte

Die Gründe für die Zunahme von Verbrauch und CO2-Emissionen liegen im weiterhin steigenden Anteil der Allradfahrzeuge (2018: 48.9%), sowie im Rückgang der Dieselfahrzeuge. Zusätzlich können auch die unter realitätsnäheren Messbedingungen des neuen WLTP-Verfahrens ermittelten und auf NEFZ zurückgerechneten Messwerte bei einigen Fahrzeugen zu einer leichten Erhöhung der CO2-Emissionen geführt haben. Gleichzeitig konnte damit die in den letzten Jahren auf über 40% gestiegene Realverbrauchsabweichung leicht reduziert werden.

Das durchschnittliche Leergewicht der Neuwagen lag mit 1'680 kg geringfügig höher als im Vorjahr (2017: 1'672 kg).

Ab 2020 gilt der CO2-Grenzwert von 95 Gramm CO2/km

Bis 2015 hätten die CO2-Emissionen der erstmals zum Verkehr in der Schweiz zugelassenen Personenwagen im Durchschnitt auf 130 Gramm CO2 pro Kilometer gesenkt werden sollen. Mit einem durchschnittlichen CO2-Wert von 137.8 g/km haben die Schweizer Autoimporteure diesen Zielwert zum dritten Mal in Folge nicht erreicht. Grund: Die Kunden wollen Autos mit höherem CO2-Grenzwert. Jene mit den tiefen Grenzwerten bleiben in den Verkaufshallen stehen. 

 

Ab 2020 wird der durchschnittliche Zielwert für Personenwagen von 130 auf durchschnittlich 95 Gramm CO2/km gesenkt. Dieses Ziel wird nicht erreicht - so sicher wie das Amen in der Kirche. Das ganze nennt sich: Politik am Volk und den Realitäten vorbei. 

 

Symbolbild von Georg Sander / pixelio.de

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