Kurz bevor die ersten Schneeflocken fallen und die Sommersonne nachlässt, beginnt in der Schweiz eine magische Zeit. Eine Zeit, in der die Luft frisch und kühl ist, die Blätter fallen und die Wälder in feurigen Farben erstrahlen. Die Schweiz hat ihre eigenen Herbstfarben, vor allem oberhalb der Baumgrenze, wenn die klassischen grünen Almen rot, orange und gelb werden und diesen beeindruckenden Landschaften ein ganz anderes Aussehen verleihen. Die saisonalen Spezialitäten sind köstlich, die Bauernmärkte und Weinfeste fröhlich.

Martina Gloor

Schweizer Städte im Herbst

Luzern ist das Tor zur Zentralschweiz und eine traditionsreiche, aber dennoch moderne Stadt Im Herzen des Landes. Sie ist ein guter Ausgangspunkt für eine Herbstreise in die Schweiz. Bevor der Winter einsetzt, ist eine hervorragende Zeit, sich auf der Terrasse eines gemütlichen Ferienhauses zu sonnen und die letzten warmen Brisen zu genießen. Die Region Bern hat alles, wovon Naturliebhaber nur träumen können. Imposante Gipfel, dichte Wälder und glasklare Seen, die die Farben des Herbstes widerspiegeln. Der Wildnispark Zürich liegt weniger als eine halbe Stunde von der Stadt entfernt und ist das ganze Jahr über zugänglich. In allen Schweizer Städten finden im Herbst Veranstaltungen wie Weinproben, Genusswochen und Volksfeste statt.

Graubünden und Tessin

Wenn die alten Edelkastanienbäume Früchte tragen und sich die goldenen Herbstfarben in den kristallklaren Seen spiegeln, verzaubert Graubünden Gourmets, Naturliebhaber und Kulturliebhaber gleichermaßen mit seiner unendlichen Vielfalt. Im Herzen von Graubünden liegt der Parc Ela, der größte Naturpark der Schweiz mit unzähligen Wanderwegen und köstlichen Produkten lokaler Produzenten. Im Tessin, dem sonnigsten Teil der Schweiz, dauert der goldene Herbst etwas länger. Die Region verfügt über zahlreiche gemütliche Bergrestaurants, glitzernde Seen und Edelkastanienhaine, deren Ernte kreativ in köstliche Gerichte umgesetzt wird. Lugano liegt in einer Bucht am Nordufer des Luganersees. Umgeben von grünen Hügeln liegt ihr Charme in einer autofreien Altstadt. Dank des milden Klimas ist es hier im Herbst noch angenehm warm und ideal für eine gemütliche Wanderung, eine Weinprobe und eine Verkostung von kulinarischen Köstlichkeiten des Tessins.

Die schönsten Herbstwanderungen in der Schweiz

Romantisches Gasterntal Bern

Angenehme Temperaturen und leuchtende Wälder sind genau die richtige Kombination für eine Herbstwanderung durch das rund 10 km lange Gasterntal. Diese dreistündige Wanderung beginnt in Kandersteg bei der Talstation Sunnbüel. Der Weg nach Selden schlängelt sich zwischen steilen Felswänden entlang des tosenden Kander-Flusses, vorbei an bunten Almwiesen und idyllischen Plätzen.

Freiburger Hausberg auf über 2.000 Metern

Diese Wanderung beginnt in Moléson-sur-Gruyères und führt durch kurze Waldabschnitte, über saftige Wiesen mit grasenden Kühen und vorbei an traditionellen Schindeldach-Chalets. Auf dem Weg dorthin eröffnen sich atemberaubende Ausblicke auf das Städtchen Gruyères. Eine Seilbahn bringt Besucher zum Moléson-Massiv auf 2.002 m Höhe. Oben angekommen, bietet sich ein einzigartiger Panoramablick.

Themenwanderung in Sonvico, Tessin

Der historisch-naturalistische Wanderweg von Sonvico nördlich von Lugano bietet Spaß für jedes Alter. Auf diesem Themenweg können Familien ein reiches kulturelles Erbe und die Natur in ihrer ganzen Pracht entdecken. In Rosone gibt es lokale Spezialitäten wie den köstlichen Ziegenkäse in der Fattoria oder die Grotte del Faggio mit Blick auf den See.

 

Symbolbild von berggeist007 / pixelio.de

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