Am 9. Mai 2019 kommt es im Strafverfahren betreffend den tödlichen Verkehrsunfall vom 6. November 2017 in Lenzburg zur Gerichtsverhandlung vor dem Bezirksgericht Lenzburg. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 81-jährigen Beschuldigten fahrlässige Tötung, Führen eines Motorfahrzeuges trotz Entzug des Führerausweises sowie Missachtung der Höchstgeschwindigkeit innerorts vor. Sie beantragt eine unbedingte Freiheitsstrafe von 15 Monaten. Beim Unfall war eine 19-jährige Fussgängerin getötet worden.

Gerichte AG

Die Gerichtsverhandlung findet am 9. Mai 2019 am Bezirksgericht Lenzburg statt. Sie beginnt um 08.15 Uhr und dauert voraussichtlich bis 15.00 Uhr. Zu Beginn wird der Beschuldigte befragt. Anschliessend folgen die Parteivorträge.

Ein Auto kollidierte am 6. November 2017 in Lenzburg mit einer jungen Frau, die auf dem Fussgängerstreifen die Strasse überquerte. Sie erlag später im Spital ihren schweren Verletzungen (soaktuell.ch hat berichtet).

Die 19-jährige Frau verliess bei der Haltestelle auf Höhe der Neuhofstrasse den Bus und wollte danach den Fussgängerstreifen in Richtung Schloss überqueren. Ein in Richtung Altstadt fahrendes Auto hielt an, worauf die 19-Jährige den durch eine Verkehrsinsel unterteilten Fussgängerstreifen betrat. Als sie sich auf der anderen Hälfte des Streifens befand, nahte von der Altstadt her ein Auto. Gelenkt von einem damals 80-jährigen Mann prallte dieses ungebremst gegen die junge Frau und schleuderte sie mehrere Meter weit weg.

Rettungsdienst und Polizei fanden die Fussgängerin nicht ansprechbar vor. Eine Ambulanz brachte sie in kritischem Zustand ins Kantonsspital Aarau. Dort erlag sie noch in der Nacht ihren schweren Verletzungen. 

Das von der Staatsanwaltschaft in Auftrag gegebene verkehrstechnische Gutachten kommt zum Schluss, dass der Beschuldigte die Fussgängerin mit einer Geschwindigkeit von mindestens 58 km/h erfasst hatte. Neben fahrlässiger Tötung wirft die Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau dem Beschuldigten Führen eines Motorfahrzeuges trotz Entzugs des Führerausweises sowie Missachtung der signalisierten Höchstgeschwindigkeit vor.

Die Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau beantragt eine unbedingte Freiheitsstrafe von 15 Monaten. 

 

Archivbild der Kapo AG

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