Man setze nie ausschliesslich auf die Karte Social Media, sondern immer nur als Ergänzung zum bestehenden Online-Auftritt. So lautet die Faustregel Nummer 1 unter den Kommunikationsprofis weltweit. Das Beispiel des Bundesamts für Kommunikation (BAKOM) zeigt wieso. 

BAKOM / red.

Das BAKOM verwendet vier Konten, um auf Twitter zu kommunizieren: bakomCH für Informationen auf Deutsch, ofcomCH für Französisch, ufcomCH für Italienisch und ofcomCHen für Englisch. Seit dem 28. September 2020 hat das BAKOM jedoch keinen Zugang mehr zu seinen Feeds. Twitter hat seine Konten ohne Vorwarnung oder Erklärung gesperrt.

Das BAKOM setzt alles daran, um die Angelegenheit zu klären, aber Twitter hat bisher nicht auf seine Anfragen reagiert. Das Amt bedauert diese Situation, die sich seiner Kontrolle entzieht, und entschuldigt sich bei seinen Followerinnen und Followern. Es wird seine Informationen weiterhin auf seiner Website oder in Form von Medienmitteilungen veröffentlichen.

Das Beispiel zeigt deutlich, dass bei der Nutzung ausländischer Online-Dienstleistungen und Technologien eine Abhängigkeit entsteht, die immer einseitig ist. Der Betreiber oder die Betreiberin der Online-Dienstleistung oder Technologie kann einem jederzeit aus Lust und Laune oder wegen politischen Motiven den Hahn zudrehen. Deshalb gilt auch in der Welt des Internets, möglichst unabhängig und redundant unterwegs zu sein. 

Ein Tipp von der Redaktion soaktuell.ch ans BAKOM: Schwamm drüber. Wer vermisst schon Twitter? Nur Geduld. Irgendwann will Twitter wieder was von der Schweiz. Gut möglich, dass Twitter dann auch keinen Zugang mehr hat. Und bis dahin gilt: Es gibt auch gute chinesische Anbieter, die auf dem Vormarsch sind und deren Abhängigkeit offensichtlich nicht viel grösser ist als bei den amerikanischen. 

 

Image by Gino Crescoli from Pixabay

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