Das bürgerliche Komitee der Befürworter der kantonalen Steuervorlage ist mit dem Slogan "Solothurn macht's vor!" in den Abstimmungskampf gestiegen. Das Problem: Niemand hat wohl bei diesem Slogan daran gedacht, wie dessen Wirkung ist, wenn der Schuss nach hinten losgeht, also wenn das Volk Nein stimmt - was heute passiert ist.

Kurzkommentar von Roman Jäggi, Inhaber soaktuell.ch

Eine, wenn auch knappe Mehrheit, hat's vorgemacht und die Vorlage versenkt. Bei dieser Mehrheit müssen rein rechnerisch sehr viele Stimmende bürgerlicher Parteien mitgeholfen haben, sonst hätte es nicht zur Ablehnung gereicht. Bloss, was hat jetzt Solothurn denn vorgemacht?

Das einzige was vorgemacht wurde war, dass man bei der Auswahl der Slogans vorsichtiger sein sollte. Denn die Abstimmungssieger von heute können jetzt natürlich auf dem Versprechen der Befürworter aufbauen, das lautet: "Solothurn macht's vor."

Vielleicht sollten die Abstimmungsverlierer die Gelegenheit nutzen, etwas vom hohen Ross herunterzukommen und die Werbeagentur, welche diesen Mist kreiert hat, wechseln. Sonst wird das nichts. 

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